Best of Lateinamerika und Hollywood

Das La Batea empfängt den geneigten Gast im rustikalen, holzlastigen Ambiente mit nostalgischen Ethno-Dekor.

Meine dritte kulinarische Reise führte nach Lateinamerika – im fernen, fernen Charlottenburg! 🙂 Meine teure Freundin Angelina brachte mich ins La Batea. Dem Vernehmen nach war es ursprünglich ein chilenisches Restaurant, aber nach mehreren undurchsichtigen Besitzerwechseln haben sie sich wohl auf den Oberbegriff „lateinamerikanisch“ geeinigt. Darauf wird auf der Karte stolz verwiesen – „Das älteste lateinamerikanische Restaurant von Berlin“, was sie aber nicht davon abhält auch Hamburger anzubieten, dieser Tage wohl unververmeidlich in Berlin. Ansonsten stehen auf der umfangreichen Karte Paella, Tortilla (nicht die mexikanische/Tex-Mex-Variante sondern die spanische, saftige Omelette-Variante), Fajitas, Tapas (ebenfalls unvermeidlich dieser Tage in Berlin), eine große Auswahl an Empanadas (gebackene oder frittierte Teigtaschen), Gegrilltes und Fisch. Wer will, kann den ganzen Tag hier verbringen, von Frühstück bis zum Abend-Cocktail wird alles im La Batea serviert. Diese Vielfalt muss jedoch auf einen späteren Besuch warten, denn diesmal waren wir beim Brunch, der jeden Sonntag von 10-15 Uhr für 8,90€ pro Person stattfindet.

Die Palette an warmen Speisen reicht von frittiertem Fingerfood über Aufläufe bis hin zu verschiedenen deftigen Eintöpfen.

 Das Buffet präsentierte eine schier endlose Auswahl an Speisen, bei der auch Vegetarier –  und Flexitarier wie Angelina 😉 – voll auf ihre Kosten kommen. Hervorzuheben ist das bunte Aufgebot von Salaten, das u.a. Kombinationen mit Meeresfrüchten und Avocado bereithielt. Da wir relativ spät kamen, erst gegen 13 Uhr, waren die Salate leider nicht mehr besonders fotogen. Wem die lateinamerikanische Kost nicht zusagt oder reicht, konnte sich auch an Brot und Aufschnitt gütlich tun.

Mein prall gefüllter Teller mit einem Empanada auf der linken Seite.

Zu diesem studentenfreundlichen Preis kann man sich hier wirklich den Bauch vollschlagen! Alles war geschmacklich solide, auch wenn mich nichts von den Socken gehauen hat. Eine gewisse Schwäche hatte ich zugegebenermaßen für die Empanadas, erfrischend simpel nur mit bissfestem Käse gefüllt und zerbrechlich knusprig frittiert.

Als wir mit den herzhaften Speisen fertig waren, waren die Desserts bereits alle und zu Angelinas Enttäuschung stellten wir fest, dass das Buffet nicht mehr neu aufgefüllt wurde. Denn laut Angelina seien die Desserts beim Brunch besonders gut. Leider muss man dafür früher aufstehen! Zum Glück muss man als Naschmaul in Angelinas Begleitung nicht lange darben. Mit Angelina, deren Lieblingsessen Eierkuchen ist, liegt die süße Erlösung gleich um die Ecke.

Die glückliche Angelina mit ihrem ersten Teller, Mahlzeit!

Einen kurzen Spaziergang später fanden wir uns im vollbepackten Waffle Brothers ein. Dominiert wird dieser kleine Laden von einem gewaltigen Wandgemälde.

Auf dem farbenfrohen Wandgemälde sind auch die namensgebenden Gründerbrüder verewigt.

Bei den Waffle Brothers gibt es Waffeln in drei verschiedenen Größen: Lolly, im Format eines Eis am Stiel; Belgian, als Rechteck (für die Waffelexperten, die Brüsseler Waffel); und Happy, die hierzulande übliche herzförmige Waffel. Da jedes Treffen mit Angelina immer eine „happy occasion“ ist, entschieden wir uns für die Happy Waffle. Damit war aber erst die einfachste Entscheidung getroffen. Sich für eine der vielen Aufstriche und Toppings zu entscheiden, geriet zur Lösung eines multifaktoriellen Problems.

Das Sortiment an Früchten, Streuseln und anderen Toppings lässt Naschkatzenherzen höherschlagen und keine Wünsche übrig.

Nachdem die Bestellung an der Theke geschafft war, ergatterten wir den letzten freien Tisch. Kurze Zeit später kamen auch schon unsere Waffeln. Und was soll ich sagen, alles war perfekt! Die Waffel war saftig, goldgelb und zart mit leichtem Biss. Die Früchte waren frisch und knackig. Die einzige Fortbewegungsart aus diesem Laden ist rollend!

Happy Jia mit meiner ersten Waffel bei den Waffle Brothers – und bestimmt nicht die letzte!

Liebe Angelina, danke für dieses kulinarische All-inclusive-Paket und die langen Gespräche über Gott und die Welt, Klatsch und Tratsch. Meine Lieblingslaborpartnerin und Waffle Sister! 🙂